Über mich

Die Liebe zur Bewegung und zur Kunst begleitet mich schon mein Leben lang; Malen und Zeichnen sowie das Fotografieren waren wie ein Outlet für mich, und auch die Bewegung nahm stets einen großen Teil meiner Zeit in Anspruch - zunächst in Form von Kunstturnen und Ballett, dann Jazz-  und Modern Dance. Dann fand mich der zeitgenössische Tanz und ließ mich nicht mehr los, aber auch akrobatisch-tänzerische Bewegungsformen wie Capoeira, Shaolin Kung Fu und Yoga sind Bestandteile meines Bewegungsrepertoires. Mein Wunsch, diese Liebe zur Kreativität an Menschen weiter zu geben, ließ mich in die Pädagogik gehen. 
Ich war viele Jahre als staatlich examinierte Gymnasiallehrerin in Bremen und Niedersachsen tätig und habe neben den Fächern Kunst, Darstellendes Spiel und Englisch auch das Fach Tanz (das es tatsächlich an einer Schule in Bremerhaven gab) unterrichtet. Zudem wirkte ich während meiner Lehrzeit in Bremen an groß angelegten Tanzprojekten mit und gab Lehrerfortbildungen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes. Ich habe diverse Zertifikate für Tanzpädagogik im Impuls e. V. Bremen erlangt. Bildend-künstlerisch wurde ich durch meine Tätigkeit als Leistungskurslehrerin im Fach Kunst oft gefordert, auch in der eigenen Produktion, denn ich denke, Lehren bedeutet stets auch lernen und produzieren. 
Ich habe die Erfahrungen aus der Lehrerfortbildungstätigkeit sehr genossen, denn das Arbeiten mit erwachsenen Menschen stellte eine spannende und auch angenehm anspruchsvolle Abwechslung zur – ebenfalls schönen – Arbeit mit Kindern und Jugendlichen dar. Ich merkte immer mehr, wie groß meine Lust auf inhaltvollen Austausch mit Menschen ist, die mitten im Leben stehen. So entschied ich mich dann endlich, aus dem staatlichen Dienst auszusteigen, um – nun nicht mehr unter dem Druck und der Normung des Schulsystems – in einen kreativen Austausch mit Menschen zu kommen. 
In meinen Kursen liebe und lebe ich einen wertschätzenden, persönlichen Umgang miteinander und die Freiheit im kreativen Ausdruck.


Ich und der Tanz

Meine intensive Zeit am Impuls Institut 2008/09, in der ich innerhalb von 380 Unterrichtseinheiten meine Qualifikation im Bereich der „Bewegungspädagogin mit tänzerischer Ausrichtung“ erwarb, stellte im Bereich des Tanzes eine wichtige Station dar. Ebenso meine Zusammenarbeit mit der leitenden Tänzerin und Tanzpädagogin des TAPST Projektes Claudia Hanfgarn 2009/10, so wie das Erlebnis, mit der tollen Bremer Choreografin Birgit Freitag im Zuge des „Bremen Tanzt“ Festivals ein Solo zu erarbeiten. Außerdem genoss und genieße ich die vielen Stunden, die ich mit Gitta Barthel (Tänzerin, Choreografin und Pädagogin) sowohl in Bremen während der Fortbildungszeit, als auch in Hamburg in ihren Kursen verbrachte und noch verbringe. 

Mich motoviert vor allem die Freude an der Bewegung – im Innen wie im Außen –, in Offenheit in die Kreativität zu kommen, mit Individualität umgehen zu dürfen und, wie bereits angedeutet, endlich mit Menschen arbeiten zu können, die aus freien Stücken zu mir kommen, um (gemeinsam mit mir) gestalterisch tätig zu werden und sich zu erweitern.

Ich freue mich über jede Person, die Freude hat, sich über inhaltliche Themen auszutauschen und damit dann kreativ in die tänzerische, bewegte und bewegende Umsetzung zu gehen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob oder wie viel technische Kenntnisse bereits vorhanden sind. 

Meine Liebe zur Bewegung gebe ich gerne auch in Form meines technischen und gestaltenden Inputs an die Teilnehmer/-innen weiter und freue mich immer wieder, wie viel ich auch von ihnen mitnehmen kann, und jedes Mal aufs Neue wird mir bewusst „Man lernt am (schnellsten und) besten, wenn man andere lehrt.“ (Rosa Luxemburg). 

Ich und die Bildende Kunst

Wenn ich kreativ schaffe, bin ich. Dann bin ich ganz bei mir. Die Zeit spielt dann keine Rolle mehr, und Gefühle der Schwere werden leicht. Dieses Phänomen hat etwas sehr Heilendes. Ob es der Ausdruck durch die Bewegung ist, oder durch die Abbildung – das Gestalten von innen heraus ist wunderbar. Erlernte Technik zur Gestaltung zu nutzen ist hilfreich und kann sehr befriedigend sein. Dennoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie auch hinderlich sein kann. Das ist eine sehr persönliche Angelegenheit. So oder so denke ich, dass man auf verschiedenen Wegen zur Technik kommen kann; zum Einen über das Experimentieren und zum Anderen über das gezielte, angeleitete Erproben. Hier sehe ich meine Aufgabe darin, die beiden Wege zusammen zu führen. Das wichtigste Ziel ist jedoch, über die Inhalte in die Gestaltung zu gehen. Kunst will erzählen, stellt Kontakt her, ist Kommunikation. Ohne Inhalte ist das Gesagte leer. Daher empfinde ich es als lehrende Person stets besonders spannend und erfüllend, sich über persönliche Themen gestaltend auszudrücken. 

Hierbei sind diverse Medien Teil meines Repertoires: Die Grafik in Form von Bleistift-, Kohle-, Kreide- und Tuschezeichnung, der Linoldruck, die Collage, die Malerei (ob wasser- oder ölbasierte Farben) und die Fotografie. Alle davon nutze ich selbst in meiner künstlerischen Tätigkeit und pflege quasi eine langjährige Beziehung zu ihnen, was es mir zur Ehrensache macht, ihre Vorzüge und Möglichkeiten an andere Menschen weitergeben zu dürfen. 
Seit einiger Zeit liebe ich im Besonderen das Medium der Collage, um meine Gedanken auszudrücken - eine kraftvolle Fotografie, mit dem ihr innewohnenden Anspruch an die Wirklichkeit zeigt im Zusammenspiel mit abstrakter Malerei ihr gedankliches Innenleben. Der Kontrast dieser zwei Welten erzeugt ein surreales Nebeneinander von Innen und Außen und lässt so wunderbaren Raum zum Fühlen.

Schmuckdesign und -fertigung

Ich habe am ils Institut das Studium „Schmuckdesign und -fertigung“ absolviert. Der Grund für dieses Studium war der Wunsch danach, ohne teure Maschinen und technisch sowie chemisch komplexe Vorgänge Schmuck herstellen zu können. Nun durfte ich erfahren, wie befriedigend es ist, mit lufttrocknender Masse, Metallsägearbeiten, einfachen Schmiede- und Lötvorgängen und Emaillierprozessen wunderschönen Schmuck herzustellen. Auch Upcycling findet hier ein spannungsreiches Anwendungsgebiet, und all das Gelernte möchte ich gerne an interessierte Menschen weitergeben. Wer nicht mit Feuer arbeiten möchte, muss das nicht, um ästhetischen und kunstvollen Schmuck herzustellen. Auch das Handhaben von chemischen Mitteln ist nicht zwingend erforderlich. Stattdessen gilt auch hier, wie in allen künstlerischen Bereichen, die eigene Kreativität und Experimentierfreude auszuleben, daran Freude zu haben und sich im Prozess zu verlieren und zu finden.